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Das Recht am geistigen Eigentum lässt sich in vielfältiger Weise verletzen. Häufig sind es illegale Downloads von urheberrechtlich geschützter Musik. Eine Tauschbörse ist das "Tatwerkzeug". Doch auch Patente und Geschmacksmuster genießen Schutz. Doch illegale Kopien von patentierten Medikamenten bergen weit größere Risiken.
Der US-Handelsausschuss setzt sich derzeit intensiv mit dem Protect IP Act auseinander. Das Gesetz soll Verletzungen des Rechts am geistigen Eigentum schärfer sanktionieren. Neben urheberrechtsverletzendem Filesharing soll aber auch Produktpiraterie einhalt geboten werden. Filesharing und gefälschte Produkte haben jedoch in der Regel nur wenig gemeinsam.
Um eine Differenzierung ist man dennoch nur begrenzt bemüht. Im Zuge der Befürwortung des Gesetzes hat man einen Imagefilm erstellen lassen. In diesem berichtet eine Frau über den Tod ihrer Freundin. Die Verbindung zum Protect IP Act? Die verstorbene Frau hatte ihre Medikamente online erworben. Sie wurden ihr aus dem Ausland zugesendet. Die Medikamente waren dort günstiger.
Bedauerlicherweise handelte es sich jedoch um schlechte Fälschungen, die noch dazu unter mehr als fragwürdigen Umständen hergestellt wurden. Es dauerte nicht lange, bis die Frau an dieser Medikamention verstarb. Bei der anschließenden Obduktion stellte sich heraus, dass die Medikamente nicht einfach nur gefälscht waren. Sie beinhalteten Giftstoffe, die letztendlich zum Tod der Frau geführt hatten.
Der Tenor des Videos ist schlicht, aber eindringlich: Illegale Kopien gefährden Menschenleben. Der Protect IP Act könnte derartige Ereignisse verhindern, da er dem Justizministerium unter anderem die Befugnis erteilt, die Websites von unseriösen Online-Medikamentenhändlern zu sperren. Faktisch umfasst der Protect IP Act jedoch ein weit größeres rechtliches Feld, als nur illegal reproduzierte Medikamente. Hier kann man sich jedoch auf ein emotionales Thema beschränken und polarisieren.